...ist eine manuelle Therapieform die u.a. auf dem Prinzip der Ganzheitlichkeit beruht. Ziel einer osteopathischen Behandlung ist es immer, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Es wird nicht "die Krankheit" behandelt, sondern der Körper in seiner Gesamtheit. Unter Betrachtung aller Zusammenhänge der einzelnen Systeme werden Funktionsstörungen, sogenannte Dysfunktionen, ausfindig gemacht und behoben. Behandelt werden das "Parietale System", welches den Bewegungsapparat mit all seinen Knochen, Muskeln, Bändern und Nerven umfasst, das "Fasziale System", die Faszien, das "Viszerale System", die Organe und das "Kranio-Sakrale System", das Schädel-Kreuzbein-System inkl. der Hirn und Rückenmarkshäute. Alle diese Systeme stehen in permanenter Verbindung und sind in ihrer Funktion voneinander abhängig. Nur wenn alle Systeme frei funktionieren, funktioniert der Körper als Ganzes. Das heißt, bei einer Osteopathischen Behandlung werden immer alle Systeme einbezogen und jede Dysfunktion bis zu Ursache verfolgt und nicht nur lokal behoben. Der Zu-und Abfluss in allen Geweben muss frei sein, die Beweglichkeit jeder noch so kleinen Struktur uneingeschränkt, damit die Selbstheilungskräfte des Körpers funktionieren und Gesundheit ent- und bestehen kann.
Wie läuft eine osteopathische Behandlung ab?
Vor der ersten Behandlung steht immer eine ausführliche Anamnese sowie Untersuchung und Befundung. Für die Behandlung sollte die Atmosphäre möglichst entspannt sein, idealerweise nimmt der Hund eine liegende Position ein. Die Osteopathie ist "sanft und leise", das heißt es wird weder hörbar "knacken" noch werden große Kräfte angewandt. Die Griffe und Techniken sind nicht invasiv und für den Beobachter ist oft nur an der Reaktion des Hundes sichtbar, dass sich etwas verändert. Die Behandlung dauert zwischen 50 und 60 Minuten. Nach der Behandlung sollte der Hund 10-15 Minuten locker spazieren gehen und den Rest des Tages ruhen und ausreichend Wasser angeboten bekommen.
Und nach der Behandlung?
Die osteopathische Behandlung greift in die gewohnte Struktur des Körpers ein und setzt Impulse zur Veränderung. Der Körper muss sich an diese neue Ausrichtung erst gewöhnen und braucht Zeit diese anzunehmen. Wie schnell das geht und wie sich das zeigt ist so individuell wie das vorangegangene Leiden. Bei manchen Patienten zeigt sich direkt im Anschluss an die Behandlung eine Besserung, bei manchen erst nach Tagen oder Wochen. Der Körper arbeitet bis zu 2 Wochen mit den gesetzten Impulsen. Bei starken oder lange bestehenden Dysfunktionen können auch mehrere Sitzungen nötig sein. Auch denkbar ist eine vorübergehende Verschlechterung der Symptome in den ersten Tagen nach der Behandlung, die sogenannte Erstverschlechterung, Müdigkeit oder ein leichter Muskelkater. Nach wenigen Tage sollte dies abgeklungen sein.
Wann benötigt der Hund eine Folgebehandlung?
In der Regel vereinbaren wir einen erneuten Behandlungstermin 1 bis 4 Wochen nach der Erstbehandlung. Je nach Entwicklung und Erreichen des Therapieziels bleiben die Intervalle erstmal engmaschig (1 bis 2 Wochen) oder können im Idealfall großmaschiger erfolgen (4 bis 6 Wochen). Ist der Körper wieder im "Gleichgewicht", das "Therapieziel" also sozusagen erreicht, können zur Erhaltung individuell größere Behandlungsabstände gewählt werden. Bewährt hat sich ein Maximum von 8 bis 12 Wochen.